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Wirtschaft

Wirtschaftsstandort mit Zukunft

Blick in den Terminal vom Airport Weeze

Lange Zeit prägten die Landwirtschaft und das holzverarbeitende Gewerbe die Wirtschaftsstruktur der Gemeinde. Aus dieser Monostruktur hat sich Weeze in den letzten Jahren gelöst.

Gute Verkehrsanbindungen in die Arbeitsmarktregion Düsseldorf, ins Ruhrgebiet und in die Niederlande machen Weeze zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort mit Perspektive. Das Gemeindegebiet wird von der Autobahn A 57 und von der Bundesstrasse B 9 durchgequert. Auch die Regionalbahnverbindung Kleve - Düsseldorf bietet eine schnelle Verbindung zum Rhein-Ruhr-Ballungsgebiet.

Eine bedeutende wirtschaftliche Rolle in der Gemeinde spielt der Airport Weeze. Im Juni 2001 erteilte der Düsseldorfer Regierungspräsident die luftrechtliche Genehmigung für den zivilen Betrieb des Flughafens und gab damit grünes Licht für die Entwicklung des dort entstehenden „Euregionalen Zentrums für Luftverkehr, Logistik und Gewerbe".

Mittlerweile erreichen Urlauber, Geschäftsreisende und Städtetouristen über 50 Destinationen in Europa, wenn sie vom Airport Weeze fliegen.

Attraktive Gewerbegebiete in Weeze

Heute gibt es eine Vielzahl von Wirtschaftszweigen, die Weeze als Wirtschaftsstandort mit Zukunft nutzen. Kunststoffherstellung, Computertechnologie, chemische Industrie, Elektroindustrie, Holzverarbeitung, Fahrzeugbau, Metallverarbeitung, die Herstellung von Präzisionsgeräten, Land- und Forstwirtschaft, Nahrungsmittel- und Tiefkühlnahrungsmittelgroßhandel, Anlagenbau und Hochdrucksysteme, Maschinenbau, Druck- und Papierverarbeitung, Bauindustrie, Tourismus, Hotel- und Gaststättengewerbe und Einzelhandelsgeschäfte haben sich in den letzten Jahren in Weeze angesiedelt.

Positive demografische Entwicklung

In einer Studie der niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Kleve-Wesel "Demografiekompass 2030" wird der Gemeinde Weeze eine positive Entwicklung attestiert. Hier erfahren Sie mehr

"Weezer Notizen - Weezer Seiten"

Der Airport Weeze hat dafür gesorgt, dass Weeze auch über die eigenen Grenzen hinaus international einen hohen Bekanntheitsgrad entwickelt hat. Aber in einer Gemeinde wie Weeze passiert neben dem Vorzeigeprojekt „Airport" noch eine Menge, was beachtenswert ist. Anlass genug, dass sich Bürgermeister Ulrich Francken, Khalid Rashid vom Büro für Kultur und Fremdenverkehr und Klaus Schwarz von der Werbeagentur KRAUSE & SCHWARZ aus Kevelaer darüber verständigt haben, ein eigenes Magazin für und über Weeze ins Leben zu rufen.

Die allererste Ausgabe ist im April 2010 erschienen und hat allen Interessierten den Facettenreichtum von Weeze und seinen Ortschaften näher gebracht. Alle bereits heraus gebrachten Ausgaben sind als PDF-Datei hier zu finden.

Grenzüberschreitend und europäisch denkend

Die Zusammenarbeit mit der unmittelbaren niederländischen Nachbargemeinde Bergen, der Grenzregion und den Niederländern ist ausgesprochen gut und zielgerichtet. Ein gutes Miteinander und gemeinsame Projekte fördern den Zusammenhalt, wecken Visionen eines Raumes ohne Grenzen und kreieren neue Chancen in Wirtschaft und Gesellschaft. Weeze ist seit Jahrzehnten in vielen grenzüberschreitenden Gemeinschaften und Verbänden aktiv, als Mitglied, federführend und auch als Leadpartner bei Projekten und Initiativen. Hierbei sind Vertreter (Bürgermeister, Mitarbeiter) in Gemeinschaften und Gremien, wie z. B. der Euregio Rhein-Waal proaktiv beteiligt.

Darüber hinaus pflegen Vereine, gesellschaftliche Gruppen und politische Gruppierungen den Kontakt zu den niederländischen Nachbarn und Vereinigungen. Gegenseitige Besuche vertiefen den europäischen Gedanken. Insbesondere die Erinnerungskultur ist hier zu nennen. Seit einigen Jahren nehmen deutsche und niederländische Vertreter an den jeweiligen Gedenkveranstaltungen (Herdenking/Volkstrauertag) teil. Vor allem die Gedenkveranstaltungen zu „70 Jahre Frieden" im Jahre 2015 haben die Zusammenarbeit und das Vertrauen gefördert. Die Basis für eine gemeinsame Erinnerungskultur wurde geschaffen. Nur wer seine Geschichte kennt, kann auch seine Zukunft gestalten.

Deutsche und Niederländer, Bergener Bürger und Weezer Bürger, die Menschen in der Grenzregion, sind historisch 200 Jahre durch eine Grenze getrennt gewesen, kulturell und gesellschaftlich waren sie sich regional und lokal jedoch immer nahe. Dies gilt es zukünftig zu leben.

Europa wird an der Grenze gelebt und entwickelt. In einer für den europäischen Gedanken schwierigen Zeit ist dies umso mehr ein Garant für ein vereinigtes und starkes Europa der Bürger und Regionen. Ein Europa, das für Freiheit und Demokratie steht und sich dafür einsetzt.

Dynamic Borders – ein grenzüberschreitendes wirtschaftliches INTERREG-Projekt

Dynamic Borders – ein grenzüberschreitendes wirtschaftliches INTERREG-Projekt

Grenzenlose kommunale Strategie

In 2012 hat die Gemeinde Weeze teilgenommen am INTERREG-Projekt „Grenzenlose kommunale Strategie“. Ein Projekt bei dem 11 deutsche und niederländische Kommunen sich haben besser kennenlernen. Im Rahmen des Projektes haben die Kommunen sich über Kultur, Wirtschaft und Tourismus ausgetauscht.

Vom Hinterland zum klopfenden Herz

In 2014 haben das Land van Cuijk, die Provinz Limburg (die Spitze der Provinz mit Bergen, Gennep, Mook en Middelaar), die Stadt Goch und die Gemeinde Weeze ein wirtschaftliches Konzept für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit entwickelt. Aus dem Inhalt des Konzeptes war deutlich zu erkennen, dass der Arbeitsmarkt, Tourismus und Agrobusiness Chancen für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit bieten.

Konzept für eine grenzüberschreitende wirtschaftliche Zusammenarbeit

Hier können Sie die Broschüre „Vom Hinterland zum klopfenden Herz“ herunterladen. (PDF-Datei, 1 MB).  

Dynamic Borders (2016 – 2020)

Ende 2016 ist das INTERREG-Projekt Dynamic Borders mit der Gemeinde Weeze als Lead Partner genehmigt worden. Das Projekt folgt auf „Vom Hinterland zum klopfenden Herz“ und hat die Themen Arbeitsmarkt, Agrobusiness und Tourismus im Fokus.

Ziel

Das Ziel der Projektpartner ist es „Als grüne Allianz die Stärkung der ländlichen Raumes zwischen Nimwegen, Venlo und dem Ruhrgebiet in einer Ost-West-Achse insbesondere für die KMUs zu stärken“.

Das Ziel der Projektpartner ist es 'Als grüne Allianz die Stärkung der ländlichen Raumes zwischen Nimwegen, Venlo und dem Ruhrgebiet  in einer Ost-West-Achse insbesondere für die KMUs zu stärken'

Partner:

Gemeinde Weeze (Lead Partner)

Gemeente Bergen

Gemeente Boxmeer

Gemeente Cuijk

Gemeente Gennep

Stadt Goch

Regionaal Bureau voor Toerisme Land van Cuijk

Industriele Kring Land van Cuijk en Midden-Limburg

Agrobusiness Niederrhein e. V.

Niederrhein Tourismus GmbH

Stichting Leisure Port (öffentlich-rechtlicher Zweckverband mit Gemeente Venlo, Gemeente Bergen, Gemeente Gennep, Gemeente Mook en Midderlaar, Gemeente Venray, Gemeente Horst aan de Maas, Gemeente Peel en Maas und Gemeente Leudal sowie touristischen Einrichtungen in Nord-Limburg)

KMUs in der Region

Provincie Limburg

Provincie Noord-Brabant

INTERREG Deutschland-Nederland

Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

Euregio Rhein-Waal

Drei Projektthemen

Agrifood: Über Netzwerktreffen werden Firmen miteinander in Kontakt gebracht, sodass neue grenzüberschreitende Firmeninitiativen entstehen können

Arbeitsmarkt: Die Weiterentwicklung eines bestehenden Praktikumsvermittlungsbüros in ein grenzüberschreitendes Praktikumsvermittlungsbüro. Das Ziel ist es, 320 Studenten/Schüler grenzüberschreitend zu vermitteln.

Tourismus: Das bestehende touristische Angebot durch die Entwicklung von grenzüberschreitenden erlebbaren Fahrrad- und Wanderrouten sowie Pauschalangeboten.

Finanzierung:

Das Projekt, das im Rahmen von INTERREG Deutschland-Nederland durchgeführt wird, ist mit einem Gesamtvolumen in Höhe von € 726.831,50  ausgestattet. Der Eigenbeitrag der Kommunen und die deutsch-niederländische KMU-Gruppe beträgt € 206.487,00. Aus dem INTERREG-Topf fließen € 520.344,50  in das Projekt. Letztere Summe ist inklusiv der Beiträge der Provinzen Limburg, Nord-Brabant und des MWEIM NRW (Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk). Dynamic Borders wird vom INTERREG-Projektmanagement der Euregio Rhein-Waal in Kleve begleitet.

Presseberichte:

Hier können Sie Presseberichte zum Projekt herunterladen:

Persbericht D-NL 26-1-2017 Het project Dynamic Borders brengt lokale en regionale partners samen tijdens startbijeenkomst

Persbericht D-NL april 2017 Unternehmen für grenzüberschreitende Praktikumsplätze gesucht

Persbericht D-NL 9-10-2017 Gemeenten gaan stagiaires uitwisselen over de grens

Persbericht D-NL 18-1-2018 Dynamic Borders een jaar na de start

GrenzInfopunkt

Die Seite www.grenzinfopunkt.de informiert Bürger aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland, die im jeweiligen Nachbarland arbeiten oder wohnen. Sie weist auch auf den nächstgelegenen GrenzInfoPunkt hin, bei dem man sich persönlich, schriftlich oder telefonisch kostenlos beraten lassen kann. Grenzgänger können sich hier zu wichtigen Themen informieren, wie zum Beispiel über Steuern, Rentenansprüche oder die Regelung der Krankenversicherung. Grenzinfopunkte arbeiten zusammen mit SVB – Bureau voor Duitse Zaken, UWV, Agentur für Arbeit und den Gewerkschaften DGB, FNV und CNV. Außerdem gibt es eine enge Kooperation mit dem Finanzamt und dem Belastingdienst.

JobRoboter

Stellensuchmaschinen sind in der Regel nicht grenzüberschreitend. Wer in der Grenzregion wohnt und einen Arbeitsplatz sucht, kann nicht auf den sonst üblichen Radius zugreifen. Anders beim Euregio-Jobroboter. Hier werden die Karriere-Seiten der Unternehmen beiderseits der Deutsch-Niederländischen Grenze nach geeigneten Angeboten durchsucht. Das geschieht in einem Radius von bis zu 100 Kilometern beiderseits der Grenze. Der Euregio-Jobroboter präsentiert so rund 150.000 Stellenangebote und Praktikumsplätze.

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